Agility ist eine noch junge Sportart, die ihre Ursprünge in England hat.1978, für die größte Hundeausstellung „Crufts“ , ließ sich John Varley zusammen mit Peter Meanwell einen Parcour ähnlich dem Springreiten einfallen. Die Hürden und  Abmessungen wurden den Bewegungsabläufen der Hunde angepasst. Die Agility-Premiere war ein voller Erfolg  und die Vorführungen wurden nun Bestandteil der „Crufts“. Da diese Ausstellung sehr hohe Besucherzahlen, auch aus dem europäischen Ausland, aufweist, wurde die Sportart schnell bekannt.

Um Wettkämpfe veranstalten zu können, mussten einheitliche Regeln her, diese wurden erstmals in England entwickelt, auch die ersten Richter wurden dort ausgebildet.  1989 wurden durch Frankreich, auf internationaler Ebene, Regeln für Agility entwickelt, die ab 1991,  für alle der FCI angehörigen Verbände, gültig wurden. Ab diesem Zeitpunkt waren nun auch internationale Wettkämpfe möglich, 1996 fand die erste Agility-Weltmeisterschaft in der Schweiz statt. Agility  bedeutet Geschicklichkeit, Behändigkeit. Der Hund wird durch seinen Hundeführer über einen Parcour mit 20 Hindernissen geführt, dies geschieht ohne Halsband (wegen der Verletzungsgefahr) und nur mit der Stimme und der Körpersprache des Hundeführers. Der Aufbau eines Parcours variiert stets, gerade dies stellt  an ein Team immer neue Herausforderungen und macht großen Spaß. Bei dieser Sportart ist das Vertrauen und die Bindung vom Hund zum Mensch  (und umgekehrt) sehr wichtig, eigentlich eine Grundvoraussetzung ohne die ein Miteinander nirgends möglich ist. Beim Agility zeigt sich , bei wem die Beziehung stimmt und das Vertrauen da ist (und bei wem nicht).

 

 

Beispiel eines Agility-Parcours.

Immer wieder neue Variationen,

ein Parcour besteht aus 20 Hindernissen.

 

  Für welche Hunde ist Agility geeignet?

Für jeden Hund , solange er gesund ist! Um sicher zu gehen , sollte Herrchen oder Frauchen seinen Hund gründlich untersuchen lassen, bevor man richtig in den Sport einsteigt, gerade bei Hunden großer Rassen ist dies wichtig. Anfangen können schon  Hunde ab ca. 6 Monaten, dann natürlich erst mal spielerisch, ohne Sprünge, die Stangen am Boden liegend. Zuerst werden dann die Hindernisse einzeln erarbeitet, wie beim Anfänger auch. Mit dem Slalom, das schwierigste Hindernis, fängt der junge Hund nicht vor 12 Monaten an, da die Wirbelsäule noch im wachsen ist. Mittlerweile gibt es drei Größenklassen, damit kleine Hunde auch eine Chance haben und nicht die gleiche Höhe wie die Großen springen müssen. Small (S) für Hunde unter 35cm Widerristhöhe, Medium (M) ab 35cm bis unter 43cm Widerristhöhe und Large (L) ab 43cm Widerristhöhe.

 

Die Hindernisse

In einem Parcour kommen Sprünge, Kontaktzonen und Hindernisse für die Geschicklichkeit vor.

Sprünge:

Reifen

Hürde

Mauer

Weitsprung

Die Kontaktzonen:

Die Wippe

Hierbei ist zu beachten , dass der Hund mit mindestens einer Pfote auf den eingezeichneten Zonen  auftreten muss, ansonsten wird ein Fehler gerechnet. Dies ist sehr schwierig, da der Hund sehr schnell den Parcour durchläuft und dabei die Gefahr besteht, dass er vom Hindernis abspringt.  

Die Schrägwand

Der Laufsteg

 

 

 

Geschicklichkeit:

 

Fester Tunnel

Sacktunnel

Tisch

Slalom

Der Tunnel ist in vielen verschiedenen Möglichkeiten zu legen, z.B. gebogen, so dass der Hund das offene Ende nicht gleich sieht, was für ihn wieder schwieriger ist. Ebenso der Sacktunnel, bei dem der Hund ins Dunkle läuft und zudem der Sack beim durchlaufen auf ihm aufliegt. Für ungestüme Hunde ist der Tisch ein schwieriges Hindernis, da er darauf springen und dann 5 Sekunden dort verbleiben muss. Darüber hinaus springen wird als Fehler gewertet.  Der Slalom ist das schwierigste Hindernis, der Hund muss sich durch die Stangen fädeln, darf dabei nicht aus dem Rhythmus kommen und keine auslassen. Er muss immer von der rechten  Seite einfädeln, ob der Hundeführers auf der rechten Seite des Slaloms läuft oder auf der Linken.
   

Trotz alle dieser Schwierigkeiten oder gerade deswegen, macht Agility dem Hund und auch dem Hundeführer sehr viel Spaß. Die Beziehung zum Hund wird noch mehr gefestigt , es ist ein interessanter und abwechslungsreicher Sport. Man lernt viele nette, gleichgesinnte Menschen und Hunde kennen, ob beim gemeinsamen Training oder auf Wettkämpfen.

Spaß ist garantiert (trotz harter Arbeit!).

 

unsere Anfänge im Jahr 2001:  

Angel am Reifen, unten links der Laufsteg, unten rechts Angel übt die Wippe.

Agility ist ein Sport für  jede Rasse und für Herrchen und Frauchen jeden Alters. Die Hunde müssen, geleitet durch Ihren Hundeführer, einen stets wechselnden Parcour bewältigen. Hierbei ist die Schnelligkeit des Hundes wichtig, führt Herrchen gut, muss er nicht alles mitlaufen, also auch nicht so schnell sein (oder nicht immer). Damit der Hund einen Parcour laufen kann, muss er jedes einzelne Hindernis kennen lernen und beherrschen. Der Hundeführer muss lernen, wie er den Hund am besten leitet und dies seinem Hund auch beibringen ( und dem Hund natürlich nicht immer im Weg stehen,  welches mir immer noch häufig passiert, aber dafür sind wir ja noch Anfänger).

Folgende Hindernisse bilden den Parcour:

Die Kontaktzonen: Laufsteg, Schrägwand und Wippe ,  weitere   Hindernisse sind der Reifen , Weitsprung, Tisch, Sacktunnel,  fester Tunnel, Sprung ( mehrere pro Parcour), Viadukt und der Slalom.

Angel über dem Sprung, links üben wir den Slalom.  Untere Bilder zeigen Donna beim Training.